Landesliga Süd Männer
02.05.2026, 18:00 Uhr
HV Luckenwalde 09


Elsterwerdaer SV 94
Halbzeit: 13:14
Endstand: 28:29
Audiobericht vom Spiel gegen den HV Luckenwalde 09
Last-Minute-Sieg in Luckenwalde: ESV dreht packendes Auswärtsspiel
Am vergangenen Samstag reiste der Elsterwerdaer SV 94 zum letzten Auswärtsspiel der Saison zum HV Luckenwalde 09. Die Vorzeichen standen zunächst günstig: Gegen den Tabellenachten rechnete sich der ESV gute Chancen auf zwei Punkte aus, zumal das Hinspiel deutlich mit 42:28 gewonnen worden war. Doch ein Blick auf die Aufstellung der Gastgeber zeigte schnell, dass sich das Team im Vergleich zur ersten Begegnung personell verstärkt hatte.
Von Beginn an präsentierte sich Luckenwalde hochmotiviert und setzte den ESV 94 mit temporeichem Angriffsspiel unter Druck. Bereits nach zehn Minuten lagen die Hausherren mit 10:6 in Führung. Vor allem in der sonst so stabilen Defensive der Gäste fehlte zunächst die Abstimmung. Unkoordiniertes Heraustreten ermöglichte immer wieder einfache Anspiele an den Kreis, während auch Würfe aus der zweiten Reihe erfolgreich abgeschlossen wurden. Torhüter Robert Wolff bekam dabei nur selten Zugriff auf die Abschlüsse. Die notwendige Reaktion folgte: Mit personellen Anpassungen in der Deckung und dem Einsatz von Torhüter Johannes Kästner stabilisierte sich das Spiel des ESV 94 zunehmend. Die Abwehr agierte nun kompakter, drängte den Gegner aus der Nahwurfzone und verhinderte Durchbrüche konsequenter. So gelang es, den Rückstand bis zur Halbzeit zu drehen – mit einer knappen 14:13-Führung für die Gäste ging es in die Kabine. Trotz der Führung offenbarte der ESV 94 im Angriff weiterhin deutliche Schwächen. Mehrere Gegenstöße wurden durch ungenaue Pässe vergeben, und im Positionsspiel fehlte es an Struktur. Zu oft endeten die Angriffe in unvorbereiteten Eins-gegen-eins-Aktionen, die die Luckenwalder Abwehr vor keine großen Probleme stellten. Für die zweite Halbzeit war daher eine klare Leistungssteigerung gefordert.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der ESV 94 deutlich entschlossener. Vor allem Kreisläufer Martin Freund setzte früh Akzente und erzielte wichtige Treffer aus zentraler Position. Im Rückraum übernahm Tim Romanowsky die Verantwortung, brachte mit viel Laufarbeit mehr Dynamik ins Angriffsspiel und strukturierte die Offensivaktionen der Gäste. Während der ESV 94 sich bis zur 50. Minute einen Vorsprung von zwei bis drei Toren erarbeiten konnte, blieb die Partie weiterhin hart umkämpft. Besonders bitter: Außenspieler Thomas Spillecke scheiterte immer wieder am gut aufgelegten Torhüter der Gastgeber. Lediglich vom Siebenmeterpunkt blieb er mit insgesamt neun Treffern makellos. In der Schlussphase drehte Luckenwalde noch einmal auf und erzielte in der 57. Minute den umjubelten Führungstreffer. Doch der ESV 94 bewies Moral und ließ sich nicht beirren.
In den letzten beiden Minuten schlugen die Gäste zurück: Armen Haydeyan und Tim Romanowsky erzielten zwei sehenswerte Treffer und drehten die Partie erneut zugunsten des ESV 94. Kurz vor dem Abpfiff bot sich den Gastgebern per Siebenmeter die große Chance zum Ausgleich. Doch erneut zeigte sich ihre Schwäche vom Punkt – insgesamt gelangen ihnen nur drei Treffer bei sieben Versuchen.
Torhüter Johannes Kästner avancierte schließlich mit einer starken Parade zum Matchwinner und sicherte den knappen 29:28-Auswärtssieg. Mit diesem hart erkämpften Erfolg sichert sich der Elsterwerdaer SV 94 vorzeitig den dritten Tabellenplatz – unabhängig vom Ausgang des letzten Heimspiels gegen den SV Herzberg. Ein wichtiger Erfolg, der vor allem durch Kampfgeist und eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit möglich wurde.
Es spielten:
R. Wolff (Tor), J. Kästner (Tor), A. Haydeyan, M. Freund (5), T. Spillecke (14), E. Heidrich, D. Geppert (1), M. Müller (3), A. Haydeyan (1), T. Romanowsky (5)
Bericht: Lisa-Marie Schurig
