Landesliga Süd Männer
21.03.2026, 15.00 Uhr
TSV Germania Massen


Elsterwerdaer SV 94
Halbzeit: 15:10
Endstand: 27:26
Audiobericht vom Spiel gegen den TSV Germania Massen
Kämpferische Aufholjagd wird am Ende nicht mit Zählbarem belohnt
Am vergangenen Samstag führte der Weg für die ESV-Männer in die Artur-Walter-Halle nach Massen. Die bislang durchwachsene Saison des Verbandsligaabsteigers ließ auf Zählbares aus Sicht der Gäste hoffen. Doch schon vor dem Anpfiff gab es die erste Überraschung: Die Gastgeber hatten zahlreiche frühere Leistungsträger reaktiviert und konnten mit einer vollen Bank antreten. Dem gegenüber stand ein durch viele Absagen dezimierter Kader des ESV 94.
Die Partie begann sehr ausgeglichen. Bis zur 21. Spielminute konnte sich beim Stand von 7:7 kein Team entscheidend absetzen. In den letzten zehn Minuten vor der Pause verloren die Gäste jedoch den Faden. Sieben Fehlpässe und sechs technische Fehler schlichen sich in das Spiel der ESV-Männer. Diese Fehler wurden von den Hausherren konsequent mit schnellen Gegentoren bestraft. Leider bekam Robert Wolff, als einziger zur Verfügung gestandener Torwart, in dieser Phase nicht ausreichend die Hände an den Ball. Zudem blieben zwei Siebenmeter auf Seiten des ESV 94 ungenutzt, während der Massener Torhüter mehrfach stark parierte. So setzte sich der TSV Germania Massen bis zur Halbzeit auf ein 15:10 ab.
In der ESV-Kabine fanden die Trainer Knut Fechner und Stefan Lange deutliche Worte. Die Abwehr sollte stabiler stehen und im Angriff musste wieder mit mehr Druck und Konzentration agiert werden. Doch zunächst erwischten die Gastgeber den besseren Start in die zweite Hälfte und bauten ihren Vorsprung bis zur 36. Spielminute auf ein vermeintlich vorentscheidendes 19:12 aus. Doch dann ging ein Ruck durch die Gästemannschaft. Mit mehr Entschlossenheit stemmte sich der ESV 94 geschlossen gegen die drohende Niederlage. Vor allem Martin Müller und Tim Romanowsky übernahmen Verantwortung im Angriff. Diese wurden geduldiger ausgespielt und die umgestellte 5:1-Defensive brachte den Spielfluss der Massener Männer zunehmend ins Stocken. Bis zur 54. Spielminute kämpfte sich der ESV 94 auf ein 22:25 heran. In der 55. Spielminute folgte eine spielentscheidende Szene. Der Torhüter des TSV verließ bei einem Konter seinen Strafraum und stoppte Armen Haydeyan regelwidrig. Die Schiedsrichter zeigten die rote Karte.
Da kein etatmäßiger Ersatz-Torhüter zur Verfügung stand, musste fortan ein Feldspieler der Massener ins Tor. Die Schlussphase des Spieles entwickelte sich zu einem echten Krimi. Insgesamt fünf Minuten blieben den ESV-Männern, um das Spiel zu drehen. Massen ließ mehrere Großchancen ungenutzt, während die Gäste Tor um Tor aufholten. In der 59. Spielminute stand es dann nur noch 27:26 und nur noch ein einziges Tor trennte den ESV 94 von einem Punktgewinn. Neun Sekunden vor dem Abpfiff bot sich dann die große Chance zum Ausgleich: Siebenmeter für die ESV-Männer. Die Halle hielt den Atem an, doch der Wurf prallte unglücklich an den Innenpfosten und rollte ins Seitenaus. Kurz darauf ertönte die Schlusssirene und so blieb es beim knappen Sieg für die Germanen (27:26).
Trotz großem Kampf belohnte sich der ESV 94 nicht und musste die Punkte in Massen lassen. Dennoch ist die kämpferische Teamleistung hervorzuheben, welche erst zu dem möglichen Punktgewinn in den letzten Spielsekunden geführt hat. Nun richtet sich der Blick auf den Saisonendspurt mit nun noch vier ausstehenden Spielen. Dabei dürfte das Duell mit dem aktuellen Tabellenführer BSV Grün-Weiß Finsterwalde II entscheidend für die Platzierungen an der Tabellenspitze werden.
Nun geht es für die ESV-Männer in die wohlverdiente Osterpause, welche aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz verbracht wird. Die Männermannschaft des ESV 94 wünscht allen ein frohes Osterfest und man sieht sich zum nächsten Heimspiel am 11.04.2026 um 18:00 Uhr gegen den TSV Empor Dahme in der Elbe-Elster-Halle.
Es spielten:
R. Wolff (Tor), M. Freund (1), D. Wotta (4), T. Spillecke (6), E. Heidrich, D. Geppert, M. Müller (6), A. Haydeyan (1), T. Romanowsky (8)
Bericht: Lisa-Marie Schurig
